Eine Gedenkbank für die polnische Gemeinde

Eine Gedenkbank für die polnische Gemeinde

Druskininkai ist der älteste noch bestehende Kurort, der am 20. Juni 1794 auf Befehl von Stanislovas Poniatowski, Großfürst von Litauen, gegründet wurde. Das Gebiet, auf dem sich die Stadt heute befindet, ist seit der Antike besiedelt, wobei sich innerhalb seiner Grenzen drei Hauptgemeinschaften ansiedelten und entwickelten: Menschen polnischer, jüdischer und litauischer Herkunft. Im Jahr 1863 waren im Raum Druskininkai Gruppen von Aufständischen aktiv. In der Zwischenkriegszeit gehörte Druskininkai zu Polen (1920–1939). In dieser Zeit wurde der Kurort insbesondere durch Józef Piłsudski bekannt, der einen Großteil seiner Sommerferien hier verbrachte. Druskininkai war die Heimat so bedeutender Persönlichkeiten wie des litauischen Malers und Komponisten M.K. Čiurlionis, des Bildhauers Ž. Lipšicas, von K. Dineika, dem Gründer des Parks für therapeutische Körperkultur und Klimatherapie in Druskininkai, sowie des renommierten Arztes I. Fonberg. Anlässlich des 230-jährigen Jubiläums der Stadt und zu Ehren dieser Persönlichkeiten hat Druskininkai die öffentlichen Räume des Kurorts mit vier skulpturalen Bänken geschmückt, die vom renommierten litauischen Bildhauer Romualdas Inčirauskas geschaffen wurden. Auf Initiative des Rotary-Clubs „Sūrutis“ aus Druskininkai wurde eine weitere Skulpturenbank geschaffen, die der polnischen Gemeinschaft in Druskininkai gewidmet ist. Es handelt sich um berühmte Persönlichkeiten, die hier lebten, hier Werke schufen und zur Förderung des Kurorts beitrugen: die polnische Schriftstellerin E. Ožeškova, der Dichter J. Čečiotas, der Schriftsteller J. I. Kraševskis und die bekannte historische Persönlichkeit J. Pilsudskis, der in der Zwischenkriegszeit Ehrenbürger von Druskininkai war. Die Skulptur auf der Bank zeigt das Wappen des Aufstands von 1863, das die Einheit der drei Nationen (Litauer, Polen und Ukrainer) in ihrem Kampf gegen die Bedrohung durch das zaristische Russland symbolisiert – ein Thema, das bis heute aktuell ist. Auf der Bank sind zudem einige schöne Gedanken von J. Piłsudski über die Stadt Druskininkai eingefasst. Er liebte Druskininkai und schrieb in seinen Memoiren: „Druskininkai war eine Überraschung aus den Gedanken des Schöpfers in aller Ruhe, als er lächelte.“ Die Bank befindet sich an einem sehr schönen Ort am Ufer des Nemunas, an der Stelle der ehemaligen Sommerresidenz von J. Piłsudski.

Zugang
Kostenlos
Arten
Kognition
Kognitiv
Geeignet für Kinder
Ja
Standort
Außerhalb