Das weiß die ganze Welt – überzeugen Sie sich selbst: Eine neue Ausstellung von Jacques Lipschitz wird eröffnet

2026.07.15

Am 17. Juli um 18:00 Uhr findet im Jacques-Lipschitz-Museum in Druskininkai die Vernissage der Ausstellung „Jacques Lipschitz: Skulpturen – Pilger“, die dem 135. Geburtstag des weltberühmten Bildhauers litauischer Herkunft Jacques Lipschitz gewidmet ist. Diese Sammlung wurde dem Institut für zeitgenössische Kunst in Valencia von der Familie Lipschitz übergeben, weshalb ihre Präsentation in Litauen im Jubiläumsjahr des Künstlers auch eine Rückkehr in die Heimat symbolisiert.

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Geboren in Druskininkai, beschloss er in Vilnius, Künstler zu werden, reifte in Paris und fand seine Inspiration in Spanien – das gesamte Leben und Schaffen von Jacques Lipschitz ist von Reisen durchdrungen. Das Schicksal der Werke dieses anerkannten Künstlers ist eine ununterbrochene Reise: vom Atelier in eine Privatsammlung, von einem Museum in einem Land in ein Museum in einem anderen. Lipszits’ Werke – ewige Pilger der Kunst – begeben sich diesmal aus der Sammlung des Instituts für zeitgenössische Kunst in Valencia (IVAM) an den Geburtsort des Bildhauers: Acht Skulpturen werden in Vilnius und vier in Druskininkai präsentiert.

Die Ausstellung widmet sich Werken aus der IVAM-Sammlung, die von Anfang der 1930er bis Mitte der 1950er Jahre entstanden sind. Sie spiegeln verschiedene Phasen der künstlerischen Entwicklung Liphitz’ wider: von strengeren kubistischen Formen bis hin zu skulpturaleren, offeneren und dramatischeren Kompositionen.

Der Künstler selbst sagte einmal: „Das Bildhauen habe ich in den Kirchen von Vilnius gelernt. Sie stehen mir bis heute vor Augen. Und für mich musste die Skulptur damals einfach weiß sein.“ Die Architektur der Stadt, die barocken Kirchen – insbesondere die skulpturalen Ensembles der St.-Peter-und-Paul-Kirche – sowie der Unterricht an der Vilniuser Zeichenschule wurden zu frühen Grundpfeilern für den Künstler, der später die Sprache des Kubismus in den Bereich der Skulptur übertrug. So rücken Druskininkai und Vilnius ganz natürlich als zwei biografische Achsen der Ausstellung in den Vordergrund: Druskininkai – der Ort der Geburt, der Familie und der Erinnerung; Vilnius – die Stadt, in der der junge Lipschitz studierte und den Weg des Künstlers einschlug.

In Druskininkai können Besucher vier Skulpturen sehen, die die Ausstellung im im April eröffneten Jacques-Lipschitz-Museum ergänzen, und in Vilnius im Samuel-Bach-Museum, sind acht Skulpturen zu sehen sowie ein Bereich, der Liphitz’ Verbindungen zu Vilnius gewidmet ist und durch Fotografien von Jan Bulhak, Zitaten des Künstlers und einer Erzählung über die Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in der sich das Weltbild des zukünftigen Bildhauers formte.

Die Ausstellung bietet eine einzigartige Gelegenheit, Werke von Lipschitz aus Gips, Terrakotta und anderen rohen, zerbrechlichen Materialien zu sehen. Auf ihnen sind Spuren der Handarbeit des Bildhauers erhalten geblieben: Unebenheiten der Oberfläche, Fingerabdrücke und Formkorrekturen. Dies ist eine seltene Gelegenheit, die Arbeitsweise des Künstlers zu erleben und den Weg vom Modell zur Bronzeskulptur mitzuverfolgen.

Lipschitz ist weltweit als eine der herausragenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts, als Pionier der kubistischen Bildhauerei und als Mitglied der Pariser Avantgarde bekannt. Er entwickelte sein künstlerisches Schaffen in Europa und Amerika weiter und pflegte Kontakte zu den Giganten der Moderne wie Pablo Picasso, Juan Gris, Diego Rivera, Amedeo Modigliani, Marcel Duchamp und anderen. In Paris war Lipschitz ein regelmäßiger Gast in der legendären Künstlerresidenz „La Ruche“ („Der Bienenstock“), schuf dekorative Kompositionen für die Innenräume von Coco Chanel und Skulpturen für die Gärten des Grafen Charles de Noailles und nahm zudem aktiv an internationalen Ausstellungen teil. Seine monumentalen Skulpturen stehen heute in New York, Los Angeles, Philadelphia, Jerusalem und an anderen Orten auf der ganzen Welt. Die Wurzeln seines künstlerischen Werdegangs reichen jedoch bis nach Litauen zurück.

Die Ausstellung „Jacques Lipchitz. Skulpturen – Pilger“ lädt dazu ein, zu den Ausgangspunkten seines künstlerischen Werdegangs – Druskininkai und Vilnius – zurückzukehren und den Künstler, den die Welt bereits als Klassiker der modernen Bildhauerei anerkannt hat, neu zu entdecken. Schließlich kennt ihn die Welt bereits – entdecken Sie ihn für sich.

Die Ausstellung läuft bis zum 22. November.

Veranstaltungsorte: Samuel-Bach-Museum (Naugarduko-Straße 10, Vilnius) und Jacques-Lipschitz-Museum (Šv. Jokubo-Straße 17, Druskininkai)

Veranstalter der Ausstellung ist das Museum für jüdische Geschichte „Vilna Gaon“

Die Ausstellung wird vom Kulturministerium der Republik Litauen finanziert

Partner: Institut für zeitgenössische Kunst in Valencia (IVAM), das Museum für jüdische Kunst und Geschichte in Paris, die Kunstsammlungen Chemnitz, das Litauische Nationalmuseum, der Rotary-Club „Surutis“ in Druskininkai, der Stadtrat von Vilnius, Stadtrat von Druskininkai, Botschaft des Königreichs Spanien in Litauen, Spanische Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit (AECID)

Medienpartner: LRT, Go Vilnius

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